Beschreibung

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Der Granatapfel oder Grenadine (Punica granatum) ist eine Laubbaumart die bei weiter Fassung der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) zugerechnet wird, aber mit gleichem Recht auch als monotypische eigene Familie angesehen werden kann, deren rote Frucht als Obst gegessen wird. Die Heimat des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien; heute wird er unter anderem im Mittelmeerraum angebaut.

Die Bezeichnung des Granatapfels ist in vielen Sprachen auf das lateinische Wort für Kerne oder Körner, granae, bzw auf deren große Zahl (lat. granatus = körnig, kernreich) zurückzuführen. Den lateinischen Namen Punica bekam er im römischen Reich, da die Phönizier (auch Punier genannt) diese Pflanze, zum Teil aus religiösen Gründen, verbreiteten. Aufgrund seiner zahlreichen Kerne wurde der Granatapfel als ein Symbol der Fruchtbarkeit angesehen.

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Der Name Punica entstammt den Römern, die dachten, dass der Granatapfel von ihren Feinden, den Karthagern, überbracht wurde (Punica lat.: Karthago). Der Baum braucht kalte Winter (aber nicht unter -10°C) und sehr heiße Sommer, deshalb sind die Erträge in den Subtropen am besten. Nach dem dritten Jahr wird er für die Produktion interessant.

Die Beerenfrucht aus der Familie der Punicaceae wächst an bis zu 8m hohen Bäumen bzw. Büschen heran, auf Plantagen werden die Gewächse bis auf 2-3m gehalten.

 

Anbau – Ernte – Herstellung

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Pflanzen produzieren Ellagsäure und wandeln sie in eine Form der Gerbsäure, bekannt als Ellagitannins um. Diese sind Glukoside, die bereitwillig durch Wasser hydrolysiert werden, um Ellagsäure zu bilden, wenn die Pflanzen gegessen werden. Dies ist auch die Methode die verwendet wird, um Ellagsäure vom Granatapfel zu bilden. Wir verwenden für HANNES‘ Produkte die Schale, aus der die Ellagsäure herausgelöst wird. Warum die Schale und nicht die Kerne?

 

 

 

Die Rinde/ Schale des Granatapfels

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Das hat den einen Grund, da in der Schale auch ein größerer Anteil an Polyphenolen enthalten ist, als in den Kernen. Genauergenommen enthält die Granatapfelrinde ungefähr 20-30% Polyphenole, während der Samen nur ungefähr 5-6% enthält. Und nachdem die Schale im gesamten ein besseren Nährstoffsupport liefert, verwenden wir deshalb die Schalen des Granatapfels.

Die Rinde des Granatapfels wird zu allererst 2 mal in Ethanol und Wasser eingelegt und verweilt dort für einige Tage. Somit werden die wasserlöslichen Bestandteile aus der Rinde gelöst und gelangen in die Wasser/Ethanol lösung. Anschliesend wird die Rinde von der Lösung getrennt, gefiltert, aufbereitet und sprühgetrocknet.

 

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Der Anteil vom Alkohol verdampft während diesen Vorgangs. Durch das anschließende sieben wird das Pulver in verschiedene Partikelgrößen sortiert. Wir verwenden für unsere Produkte nur Partikelgrößen vo 80 mesh.

Am Ende durchläuft das Pulver noch einige Qualitätskontrollen, wird dann verpackt und steht zum Versand bereit.

In unseren Produktionsräumen geben wir dann noch das Calcium Ascorbat bei, lassen es für knapp 2 Stunden in einem Vakuummischer durchmischen und verkapseln dann das fertige Pulver. Und irgendwann hat die lange Reise des Produktes ein Ende und steht bei Ihnen auf dem Tisch. Von dem wir hoffen, dass Sie mit dem ganzen Aufwand zufrieden sind und sich an den nährstoffreichen Inhaltsstoffen des Granatapfels erfreuen können.

 

 

Nährwerte und Verwendung

Hauptproduzententen des seit bereits vor 2000 Jahren in Persien kultivierten Granatapfels sind Spanien, Marokko, Ägypten, Israel, Türkei, Iran und Afghanistan. Auch in vielen anderen Ländern mit tropischem und subtropischem gedeiht er.

 

Eine köstliche Frucht

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In der Heimat werden die süß-säuerlich schmeckenden Granatäpfel zum Nachtisch gegessen, als würdiger Abschluß eines Menüs. Die Samen sind äußerst saftig und noch von einer dünnen Haut u

mgeben, die sie vor dem Auslaufen schützt. Aus der Frucht läßt sich ein purpurner Saft pressen (beispielsweise mit einer Zitronenpresse). Der Saftgehalt beträgt ca. 40%. Aus dem mit Zucker gekochten Saft erhält man einen Granatapfelsirup, auch „Grenadine“ genannt, der in Cocktails verwendet wird. Die dunkelroten Samen eignen sich zur Dekoration von Pudding oder Eis u.ä.

Schale und Saft des Granatapfels sind seit Jahrhunderten Farbstoffe für Orientteppiche. Durch das Kochen der Frucht erhält man eine pechschwarze Tinte. Die Fruchtschale des Granatapfels wurde in Indien zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet. Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit Hilfe einer Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden.

Die Wurzel, die Rinde und die gekochte Schale wurden bis ins Mittelalter als Wurmmittel auch gegen Bandwürmer eingesetzt.

Grenadinesirup, also Sirup, der einst ausschließlich aus Granatäpfeln der Karibikinsel Grenada hergestellt wurde, gibt dem Tequila Sunrise und verschiedenen anderen Cocktails seinen fruchtigen Geschmack und seine rote Färbung.

Das Fruchtfleisch oder der Saft des Granatapfels werden in der feinen Küche gerne zur Verfeinerung von Wild- oder Geflügelgerichten verwendet. Kenner genießen den Saft des Granatapfels auf folgende ursprüngliche Art: zunächst wird die Schale weich geknetet, dann ein Loch in die Frucht gestochen und anschließend wird der Saft direkt in den Mund gepresst.

Es gibt unzählige Sorten von Granatäpfeln, die im Handel nicht unterschieden werden. Gekennzeichnet werden die nur die Herkunftsländer. Die Hauptsorte aus Spanien ist z.B. „Mollar“: gelblich-rote Schale mit dunkelroten Samen.

Die Hauptsaison reicht von September bis Dezember, in der der deutsche Markt überwiegend aus Spanien, der Türkei, Israel und dem Iran beliefert wird. Doch der Großteil der Produktion wird im eigenen Anbauland verbraucht.

Granatäpfel reifen nicht nach, d.h. sie müssen reif und verzehrbar geerntet werden. Reife Früchte erkennt man an einem metallischen Klang, überreife brechen sehr leicht auf. Geerntete Granatäpfel sind lange haltbar, sogar mehrere Monate bei 0-5°C, im Kühlschrank bei Ihnen können Sie diese mehrere Wochen ohne Qualitätsverluste aufbewahren. Die Früchte können dabei etwas einschrumpeln, halten das Innere aber saftig frisch.

Ein Grund ist die relativ dicke, ledrig-wachsige Schale. Granatäpfel sind gelblich-braun, gelborangefarben oder dunkelrot, das Fruchtfleisch kann rosafarben bis tiefrot sein. In jedem Fall sollte die Schale gut ausgefärbt sein.