Beschreibung

Methylsulfonylmethan ist eine organische, biologisch aktive Form des Schwefels und kommt in allen lebenden Organismen vor. Es ist ein weißes, kristallines Pulver, geruchlos und geschmacksneutral und sehr stabil. Neben Phosphor und Calcium ist Schwefel das häufigste Mineral im Körper.

MSM ist ein wichtiger Baustein für viele andere Substanzen, beispielsweise für einige Aminosäuren, und an fast allen Körperfunktionen beteiligt. MSM ist in der Natur als Teil des Schwefel-Zyklus zwar weit verbreitet, kommt jedoch nur in äußerst geringen Mengen vor. Es ist u.a. ein Bestandteil von DMSO (Dimethylsulfoxid), das den unangenehmen Atemgeruch nach dem Verzehr von Knoblauch hervorruft. DMSO hat aber u.a. als Radikalfänger auch therapeutische Funktionen, wobei MSM die biologisch aktive Komponente ist.

 

Natürliches Vorkommen von MSM

MSM findet man in allen Nahrungsmitteln wie z.B. Eier, Milch, roter Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Früchte und grünem Gemüse und stellt einen essentiellen (lebensnotwendigen) Nahrungsbestandteil dar. Insbesondere in frischen, rohen Lebensmitteln kommt MSM vor, allerdings geht es schon bei leichter Verarbeitung verloren, wenn diese Nahrungsmittel erhitzt werden oder austrocknen, d. h. es ist außerordentlich hitze- und sauerstoffempfindlich.

Eigentlich sollten keine Defizite, laut BfArM, geben, da man hier in Europa den Bedarf an Schwefel durch die Zufuhr von Proteinen abdeckt. Die Praxis sieht jedoch anders aus, wie das Beispiel Milch deutlich aufzeigt: Rohmilch enthält 2 – 5 mg MSM / KG, pasteurisierte Milch hingegen enthält nur noch 0,25 mg/ KG. Ausgelaugte Nährböden sowie Fehler bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln führen zu einen weiteren defizitären Verlust an MSM aus der täglichen Nahrung.

Literaturverweise: Mindell „The MSM Miracle , Enhance your health with organic sulfur.“ Conneticut (USA):Keats Publishing Inc.1/1997, Jakob SW, „The current status of MSM in Medicine. Am Acad Med Prev (1983); Richmond VL, „Incorporation of MSMinto Guinea Pig Serum Proteins“., Life Science 39 (1986) 263 – 268.

 

Nährwerte und Verwendung

MSM hat aufgrund seiner chemischen Struktur und seiner biologischen Aktivität einzigartige Eigenschaften. Allgemein gelten Methionin und Cystein als wichtige Schwefelquellen. Experimente mit radioaktiv markiertem MSM haben jedoch gezeigt, dass mit der Nahrung aufgenommenes MSM seinen Schwefel freisetzt, um nicht nur Kollagen und Keratin, die Hauptbestandteile von Haaren und Nägel, zu bilden, sondern auch die Aminosäuren Methionin und Cystein sowie Serumsproteine.

Nach Meinung des Ganzheitsmediziners und Referenten der Bundesdeutschen Ärztekammer, Hr. Dr. H.J. Lammers, sollte jeder MSM täglich verwenden, der seine Gesundheit unterstützen möchte.