Beschreibung

Vor etwa 150 Jahren reiste der deutsche Arzt Dr. Prosch nach Grönland und lernte dort die traditionelle Lebensweise der Eskimos kennen. Umweltbedingt aßen sie vorwiegend Fisch, Robben- und Walfleisch sowie deren Fett. Gemüse und Obst war absolute Mangelware. Dr. Prosch fiel auf, dass bei den Eskimos ungewöhnlich oft Nasenbluten auftrat, was jedoch ihre ansonsten gute Gesundheit nicht zu beeinträchtigen schien. Überraschend war, dass er dies mit der Ernährung – insbesondere mit dem Essen von Walfett – in Verbindung brachte, was sich später als zutreffend erweisen sollte.

Omega-3-Fettsäuren sind eine spezielle Gruppe innerhalb der ungesättigten Fettsäuren. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren. Die Bezeichnung stammt aus der alten Nomenklatur der Fettsäuren. Bevor man sie als solche identifizierte, wurden sie gemeinschaftlich als „Vitamin F“ bezeichnet.

„Omega-3“ bedeutet, dass die letzte Doppelbindung in der meist mehrfach ungesättigten Kohlenstoffkette der Fettsäure bei der – von dem Carboxyl- Ende aus gesehen – drittletzten C-C-Bindung vorliegt. Omega (?) ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets und bezeichnet das von der Carboxylgruppe entfernte Ende der Fettsäurekette. Fischöle enthalten bis zu 75% an ungesättigten Fettsäuren.

 

Anbau – Ernte – Herstellung

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Wir verwenden ein Fishölpulver (EPA 16 % DHA 11 %) das aus verschiedenen Blaufischarten wie z.B.: Sardinen, Sardellen, Makrelen und Boquerön (eine Art von Sardelle) gewonnen wird.

Bei einer Temperatur von ca. 100°C werden die Fische schonend gedünstet, wobei sich das Öl aus den Zellen herauslöst. Durch anschliesendes zentrifugieren, raffinieren und filtern des Rohöles wird das reine Fischöl gewonnen, was besonders reich an den Fettsäuren EPA und DHA ist.

Durch eine molekulare Destillation wird schließlich das restliche Wasser im Öl herausgetrennt. Schwermetalle und sonstige anorganischen Verbindungen werden durch diesen Prozess herausgefiltert.

Anschließend wird das Öl auf eine Temperatur von 7°C gekühlt. Das Fischöle entspricht durch dieses Herstellungsverfahren den Anforderungen und dem Qualitätsstandards der Europäischen Union in Bezug auf die Grenzwert (insbesondere der Schwermetalle, Pestizide, PCB´s, Benzpyren und anderen Giftstoffen).

Anschließend wird das Fischöl per Sprühtrocknung auf den Tägerstoff Maltodextrin aufgebracht und wird durch Mikroverkapselung erreicht man einen gewissen Schutz gegen Oxidation der ungesättigten Fettsäuren. Die antioxidantial stabilisierende Bestandteile bestehen aus natürlichen Tocopherolen, Polyphenole, Ascorbylpalmitat und Zitronensäure.

Am Ende ensteht ein feines, gelbliches, rieselfähiges Pulver mit einem leichten typischen Fischgeruch und Geschmack, welches wir dann unter Zugabe von Tocopehrolen und Vitamin C verkapseln. Die anschliesende Zugabe von Antioxidantien soll eine Schädigung des Pulvers in der Kapsel entgegenwirken.

 

Nährwerte und Verwendung

Der erwachsene menschliche Körper wandelt Omega-3-Fettsäuren pflanzlicher Herkunft (alpha-Linolensäure) nur in geringem Maß in die wertvolle Eicosapentaensäure(EPA) (ca. 5 %) und Docosahexaensäure (DHA) (< 0,5 %) um. Nur der Stoffwechsel von Neugeborenen ist zu einer verstärkten Umwandlung fähig, da sie die Stoffe für ihre Hirnentwicklung benötigen. EPA und DHA sind jedoch in Omega-3-Fettsäuren tierischer Herkunft direkt enthalten. Für die Umwandlung der pflanzlichen alpha-Linolensäure benötigt der Körper die Enzyme Delta-6-Desaturase und Delta-5-Desaturase. Diese werden aber gleichzeitig für die Umwandlung der Omega-6-Fettsäure Linolsäure in andere Omega-6-Fettsäuren benötigt. In unserer heutigen Nahrung ist das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren mit >7:1 sehr ungünstig; die DGE empfiehlt 5:1. Empfehlenswert ist somit eine Reduzierung des Omega-6-Fettsäuren-Anteils in der Nahrung, wodurch mehr Enzyme für die Umwandlung der alpha-Linolensäure zur Verfügung stehen.