Beschreibung

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Quercetin gehört innerhalb der Phytamine zur Klasse der wasserlöslichen Pflanzenpigmente (Farbstoffe). Es ist ein Flavonol und gehört zur Gruppe der Flavonoide, die den Polyphenolen zugeordnet sind. Mit Hilfe von Quercetin als Baustein können andere Flavonoide aufgebaut werden. Quercetin ist ein Phytoöstrogen, also ein pflanzliches Hormon, und gilt als das bisher am besten untersuchte Flavonoid.

Das im Pflanzenreich weit verbreitete Quercetin ist der in quantitativer Hinsicht bedeutendste Vertreter der Flavonoide. Quercetin ist in vielen häufig verzehrten Nahrungsmitteln enthalten, wie z.B. in Äpfeln, Küchenzwiebeln, Tee, Beeren und Kohlgemüse, sowie in einer Vielzahl von Pflanzensamen, Nüssen, Blüten, Rinden und Blättern.

Quercetin ist auch in zahlreichen Pflanzen wie z.B. Ginkgo biloba, Hypericum perforatum (Johanniskraut), Sambucus canadensis (Holunder) u.v.a. zu finden und hat häufig erheblichen Anteil an der Wirkung dieser Pflanzen.

 

Worin ist Quercetin enthalten

Quercetin ist ein „Sekundärer Pflanzenstoff“, der vor allem in den Randschichten von Pflanzen vorkommt, um diese vor antioxidativen Einflüssen zu schützen (durch Sauerstoffmoleküle). Es ist das am häufigsten vorkommende Flavonoid und gehört hier in die Unterkategorie der Flavonole, die sich durch ihre hellgelbe Farbe auszeichnen (lat. flavus = gelb). Allerdings sinkt der Gehalt an Quercetin gegen Null, wenn die Schale/Haut von Obst oder Gemüse entfernt wird.

So enthält z.B. die Schale der Quitte 180 mg / kg Frischgewicht, das reine Fruchtfleisch enthält nur Spuren von Quercetin.

Quercetin ist ein guter Grund sich an die bekannte englische Regel: „An apple a day keeps the doctor away“ zu erinnern. Nun, ein wenig mehr an verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sollte es schon sein. Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich empfehlen Ernährungsfachleute und Mediziner. Zwiebeln und Schnittlauch sollte man auf keinen Fall vergessen, sie enthalten am meisten Quercetin. Auch Preiselbeeren und Schwarze Johannisbeeren enthalten viel davon, da sie aber recht wenig gegessen werden, zählt der Apfel zu den guten Quercetin-Quellen. Auch grüner und schwarzer Tee versorgen mit Quercetin. Kleinere Mengen kommen außerdem in grünen Blattgemüsen und Bohnen vor.

Gehalt von Quercetin in mg pro 1 kg

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  • Zwiebeln 284-486 mg
  • Schnittlauch 245 mg
  • Preiselbeeren 156 mg
  • Schwarze Johannisbeeren 69 mg
  • Grünkohl 60 mg
  • Brombeeren 45 mg
  • Äpfel 21-72 mg

 

Resorption

Studien haben gezeigt, dass Quercetin sehr rasch durch den Darm und die Leber abgebaut wird. Im Blut selbst ist Quercitin in der Regel nicht nachweisbar.

 

Empfohlene Tageszufuhr

Wieviel Quercetin wir täglich mit unserer Nahrung aufnehmen, ist nicht genau bestimmt. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 200 bis zu 500 mg Quercetin pro Tag aufgenommen werden. Ein Grenzwert für den Mangel an Quercetin ist nicht festgelegt.

Die Einnahme von Quercetin gilt als sicher, Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Überdosierungen sollen jedoch vermieden werden, und die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

 

Sorgfältiger Anbau

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Das Quercetin wird aus den Knospen und Büten der Saphora japanica (Japanischer Schnurrbaum) gewonnen.

Für den Anbau der Bäume werden ab Oktober aus den reifen Blüten des Saphora japanica die Samen entnommen. Auf einen flachen und sonnigen, gut durchlässigen sandigen Lehmboden kann der Saphora japanica sich wunderbar verbreiten und wachsen. Mit Bio Kompost wird der Boden gedüngt und gepflügt. Auf 667m² werden 5.000kg Bio Kompost ausgebracht.

Im Frühling werden etwa 10 bis 15kg Samen auf 1640m² gesäät. Wenn die Bäumchen ca. 10cm gewachsen sind wird organischer Dünger ausgebracht, und vom Juni bis August wird nochmals 2 x pro Monat gedüngt.

 

Im Sommer werden die Knospen geerntet

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Wenn die Blütenknospe sich im Sommer ausbilden, werden diese mit der Schere abgeschnitten, und für ca. 5 bis 10 Minuten unter Dampf behandelt, bis sich die Knospen gold verfärben. Danach werden die goldigen Knospen auf Bambusmatten in der Sonne zum Trocknen ausgelegt. Nachdem die Blüten getrocknet sind und noch eine Restfeuchtigkeit von max. 12° haben, werden diese in Säcke gepackt und in dunklen, trocknen und gut belüfteten Lager verstaut.

 

 

 

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Dannach werden die getrockneten Blüten zu unseren Partner in China verschickt, wo dann aus den Blüten das Quercetin gewonnen wird:

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Das Polyphenol Quercetin

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Das Polyphenol Quercetin ist ein Flavonoid und zählt zur Untergruppe der Flavonole. Es ist ein Pentahydroxyflavon. Es ist weit verbreitet im Pflanzenreich und somit auch in der Nahrung.

Große Mengen an Quercetin können in Zwiebeln, Äpfeln, Brokkoli oder grünen Bohnen gefunden werden, die je nach Art der Zubereitung teilweise zerstört werden. Auch durch das Schälen von Obst und Gemüse sinkt der Flavonoid-Anteil drastisch, denn speziell in den farbigen Schalen (Flavonoide sind Pflanzenfarbstoffe) ist der Flavonoidgehalt hoch. Quercetin werden weitreichende, physiologisch positive Effekte zugesprochen.

Hervorzuheben ist dabei das antioxidative Potenzial. Quercetin fungiert wie die Vitamine A, C und E als Radikalfänger, der genaue Ablauf der Oxidations-Inhibierung in vivo wird allerdings noch diskutiert.